Die Verwendung von Passivhaus-Komponenten in der Altbaumodernisierung führt zu weitgehenden Verbesserungen hinsichtlich Behaglichkeit, Wirtschaftlichkeit, Bauschadensfreiheit und Klimaschutz. Eine Verringerung des Heizwärmebedarfs um ca. 90 % wurde inzwischen in einer Vielzahl von Projekten erreicht. Der Passivhaus-Standard ist für Altbauten allerdings nicht immer ein realistisches Ziel - unter anderem weil die Kellerwände nach der Sanierung als kaum vermeidbare Wärmebrücke verbleiben.
Für solche Gebäude hat das PHI die Zertifzierung "EnerPHit - Qualitätsgeprüfte Modernisierung mit Passivhaus-Komponenten" entwickelt. Gefordert ist entweder ein Heizwärmebedarf von maximal 25 kWh/(m²a) oder alternativ die durchgängige Verwendung von Passivhaus-Komponenten nach den Anforderungen der PHI-Bauteilzertifizierung. Der mit dem PHPP berechnete Heizwärmebedarf, sowie die Wärmeschutzqualität der Einzelbauteile werden auf dem Zertifikat dokumentiert.
Für modernisierte Altbauten, die die Passivhaus-Kriterien einhalten, ändert sich dagegen nichts. Sie werden weiterhin nach dem gleichen Verfahren wie Passivhaus-Neubauten zertifiziert.
Im Mai 2010 läuft die Pilotphase mit ersten ausgewählten Projekten an. Während dieser Phase wird die Zertifizierung nur vom PHI durchgeführt. Im zweiten Schritt ist die Ausweitung auf alle authorisierten Zertifizierer geplant.
EnerPHit:
Zertifizierungskriterien (Wohnen) - deutsch (pdf
257 kB)
EnerPHit:
Criteria (Residential) - english (pdf
259 kB)
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