Bereits im Arbeitskreis 31 zum Thema "Energieeffiziente Raumkühlung" wurden die grundlegenden Mechanismen, welche das sommerliche Verhalten von Nichtwohngebäuden beeinflussen, aufgearbeitet. Aufbauend darauf und unter Einbezug der zwischenzeitlich anhand einer größeren Zahl ausgeführter Gebäude gemachten Erfahrungen sollen nun die unterschiedlichen Strategien bewertet und hinsichtlich der praktischen Erfahrungen aufgearbeitet werden. Insbesondere sollen daraus Ratschläge zur Vereinfachung des Planungsprozesses abgeleitet werden.

Die Minimierung interner Wärmelasten ist der Ausgangspunkt für eine gute sommerliche Behaglichkeit, sie dient gleichzeitig der primärenergetisch besonders bedeutenden Einsparung elektrischer Energie und der Reduzierung der Betriebskosten (nicht zuletzt auch durch vermiedenen Kühlbedarf).

Der Raumbeleuchtung als wesentlichem Beitrag zum Energiebedarf von Nichtwohngebäuden soll besonders Rechnung getragen werden: Durch möglichst weit reichende Tageslichtautonomie und optimierte Beleuchtungseinrichtungen können hier substanzielle Einsparpotenziale erschlossen werden. Einflussgrößen sollen benannt, geeignete und bewährte Strategien vorgestellt werden.

Gut zugängliche Speichermasse erweist sich regelmäßig als Schlüsselthema im Planungsprozess, insbesondere im Zusammenspiel mit anderen Anforderungen wie etwa der Raumakustik. Es sollte daher frühzeitig ein Konzept entwickelt werden, wie maximale Zugänglichkeit der Gebäudemassen (massive Wände und insbesondere Geschossdecken, evtl. mit Betonkerntemperierung) mit den Erfordernissen der Raumakustik sinnvoll verbunden werden kann. Geeignete Lösungsansätze sollen untersucht werden, Erfahrungen in praxisgerechte Handlungsempfehlungen einfließen.

Eine konsequente Anwendung von temporären Sonnenschutzeinrichtungen in Wechselwirkung mit individuellen Nutzeranforderungen erfordert wirksame Steuerungs- und Regelungskonzepte. Ein Überblick über realisierte Konzepte, die Wechselwirkung mit Strategien der sommerlichen Entwärmung und deren Eigenschaften zeigt jeweilige Möglichkeiten und Grenzen auf.

Arbeitsschwerpunkte:

1. Tageslichtautonomie, visuelle Behaglichkeit, Verschattung: Anforderungen und Lösungsansätze
2. Anforderungen an effiziente Raumbeleuchtung, Darstellung verfügbarer Systeme
3. Erfordernisse der Raumakustik bei zugänglichen Speichermassen, Grundlagen, technische Ansätze, realisierte Lösungen
4. Effiziente Steuerung und Regelung von künstlicher Beleuchtung und Verschattungseinrichtungen im Zusammenspiel, Erfahrungen aus der Praxis
5. Praktische Aspekte der sommerliche Entwärmung großer Gebäude: Möglichkeiten und Grenzen der Nachtlüftung (Einbruchsschutz, Brandschutz, Querschnitte, Regenschutz, Antrieb, Möglichkeiten der Querlüftung z.B. durch Öffnungen über den Türen...) und Erfahrungen aus realisierten Projekten
6. Zusammenstellung wichtiger Merkpunkte für die Planung eines Gesamtsystems aus Gebäude mit Betonkerntemperierung und Erdsondenfeldern zur ganzjährigen Konditionierung.
7. Umgang mit Serverräumen und anderen Orten besonders hoher Wärmebelastung (Leitzentralen, Callcenter etc.). Stand der Erfahrungen.
8. Reduktion des solaren Wärmeeintrags durch Pfosten/Riegelfassaden und ähnliche Konstruktionen

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